Haben Sie schon von den 10.000 fehlenden Softwareentwicklern gehört?
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So überraschend es klingen mag: Israel fehlt es an rund 10.000 Softwareentwicklern – eine Lücke, die sich kaum schließen lässt. Israel ist ein kleines Land und hat entsprechend nur wenige Informatikabsolventen. Im Gegensatz zu anderen Ländern ähnlicher Größe beherbergt Israel jedoch eine beeindruckend große Anzahl an Softwareunternehmen, darunter lokale Marken ebenso wie internationale Firmen und globale Giganten wie Google, Apple, Facebook, Samsung oder Amazon. Das Ergebnis: eine gewaltige Kluft zwischen Angebot und Nachfrage.
Ich spreche regelmäßig mit den Managern und Inhabern einiger der führenden Personalabteilungen und Recruiting-Firmen Israels – und die Geschichte ist immer dieselbe. Überall spürt man die Frustration: Von Start-ups über mittelständische Unternehmen bis hin zu den größten Konzernen raufen sich alle die Haare, wenn es darum geht, offene Stellen zu besetzen und weitere Entwickler, QA-Ingenieure, DevOps-Spezialisten und technische Manager einzustellen. Zeit, Ressourcen und Chancen werden verschwendet, einfach weil es nicht genug qualifizierte Fachkräfte gibt.
Wie lässt sich dieses Problem lösen?
Wie so oft, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, müssen wir über den eigenen Tellerrand schauen – dorthin, wo ein Überangebot an Fachkräften existiert. Deshalb engagieren immer mehr Software-Manager gezielt dedizierte Teams außerhalb Israels. Diese Entwickler nehmen in der Regel an einem zweiwöchigen Onboarding teil, in dessen Rahmen sie ihre israelischen Kollegen kennenlernen und sich mit dem Projekt vertraut machen. Anschließend kehren sie in ihre Heimatländer zurück, wo sie als effiziente Remote-Erweiterung des Hauptsitzes in Israel arbeiten.
Natürlich sind nicht alle Remote-Teams gleich. Wenn Sie ein dediziertes Team suchen, kann ich Ihnen nur raten, die Ukraine und Russland in Betracht zu ziehen. Diese Empfehlung gebe ich nicht leichtfertig: Ich war weltweit unterwegs und habe mit Teams in Indien, China, Polen und vielen anderen beliebten Outsourcing-Standorten zusammengearbeitet. Was den ROI angeht, spielen die Ukraine und Russland bei der Entwicklerqualität im Verhältnis zum Preis in einer eigenen Liga.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wer diese Teams kennenlernt und mit ihnen zusammenarbeitet, erkennt schnell, wo die wahre Qualität liegt. Es handelt sich um hoch talentierte junge Absolventen ebenso wie erfahrene Entwickler, die es gewohnt sind, auf Englisch zu arbeiten, echte Teamplayer sind und verlässlich Ergebnisse liefern.
Und genau hier liegt das Potenzial: Israelische Softwareunternehmen können weiter wachsen, von höherer Produktivität, schnelleren Reaktionszeiten und attraktiven Vertragskonditionen profitieren. Gleichzeitig gewinnen die Teams in der Ukraine und Russland: Sie erhalten gute Kunden, faire Vergütung, spannende Projekte und ein stabiles Arbeitsumfeld.
Es ist eine Win-Win-Situation für alle.